Das Fahrrad in der viktorianischen Ära

Nur wenige Erfindungen im Bereich der Fortbewegung auf zwei Rädern hatten einen so großen Einfluss wie das Fahrrad.
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Erstmals im frühen 19. Jahrhundert erfunden, gewann das Fahrrad in den 1830er und 1840er Jahren als neue Form der Fortbewegung, die billiger und effizienter war als das Gehen oder Reiten, an Popularität. Ab den 1850er Jahren wurden Fahrräder in Massenproduktion hergestellt und von immer mehr Menschen sowohl zur Freizeitgestaltung als auch zur Fortbewegung genutzt


Die ersten Fahrräder wurden "Velozipedes" genannt und waren im Wesentlichen Holzrahmen mit zwei Rädern, die von den Füßen des Fahrers angetrieben wurden. Diese frühen Fahrräder waren schwer zu fahren und oft instabil, was zu vielen Unfällen führte. 1885 wurde das erste "Sicherheitsfahrrad" erfunden, das einen rautenförmigen Rahmen und gleich große Räder besaß. Diese Konstruktion erleichterte das Fahren enorm und trug dazu bei, dass Fahrräder immer beliebter wurden.


In der viktorianischen Ära wurde das Fahrrad zu einem beliebten Verkehrsmittel für Männer und Frauen. Vor allem Frauen empfanden das Fahrrad als Bereicherung, da es ihnen ermöglichte, unabhängig zu reisen. Im Jahr 1891 wurde in London der erste Fahrradclub für Frauen gegründet. In den frühen 1900er Jahren gab es im Vereinigten Königreich bereits mehr als 200 Frauenradclubs.


Trotz ihrer Beliebtheit waren Fahrräder im viktorianischen Zeitalter nicht unumstritten. Einige Leute hielten sie für gefährlich und meinten, sie sollten verboten werden. Andere hielten sie für unanständig, insbesondere für Frauen, da sie zu viel von ihrem Körper preisgaben oder gar ihre Gebärfähigkeit verlieren könnten. Zum Glück erfreuten sich Fahrräder trotz dieser Kritik weiterhin großer Beliebtheit, und gegen Ende des viktorianischen Zeitalters waren sie ein fester Bestandteil der britischen und europäischen Kultur.

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